Kunststoffoptik aus Aachen auf der Fakuma 2018

Pressemitteilung / 8.10.2018

Die Digitalisierung der Produktion macht auch vor der Fertigung hochwertiger optischer Kunststoffkomponenten nicht halt: Immer öfter tragen digitale Anwendungen dazu bei, Produktionsprozesse sicherer und vorhersagbarer abzubilden und so optische Komponenten aus Kunststoff schneller, präziser und verlässlicher zu fertigen. Auf der Kunststofftechnik-Fachmesse Fakuma vom 16. bis 20. Oktober 2018 in Friedrichshafen bieten die Aachener Fraunhofer-Institute IPT und ILT sowie das IKV an der RWTH Aachen in Halle B4 auf dem Gemeinschaftsstand des Kunststoffland-NRW e.V. (B 4404) einen ersten Ausblick auf neue Technologien und Anwendungen für die Herstellung optischer Elemente aus verschiedenen Kunststoffen.

Freiform-Optik, diffraktive V-Nuten und vierseitige Pyramiden-Mikrostrukturen
© Fraunhofer IPT

Freiform-Optik, diffraktive V-Nuten und vierseitige Pyramiden-Mikrostrukturen für Projektionsanwendungen, gemeinsam mit den Partnern Arburg GmbH + Co. KG und Innolite GmbH im Spritzgussverfahren hergestellt.

Das Forschungs- und Entwicklungsfeld Optik hat an den Aachener Forschungsinstituten eine lange Tradition. Gerade in jüngerer Zeit haben sich Kunststoffe als zukunftsweisende Werkstoffe für optische Komponenten, wie beispielsweise Linsen, für vielfältige technologische Einsatzfelder erwiesen, die sich unter kostengünstigen Produktionsbedingungen verarbeiten lassen.

Unter dem Motto »Kunststoffoptik aus Aachen« stellen die Aachener Institute den Besuchern neueste Entwicklungen entlang der Fertigungskette optischer Kunststoffkomponenten vor: von der Optikauslegung über den Werkzeug- und Formenbau bis hin zur Optikfertigung.

Während der Messe zeigen die Institute gemeinsam mit den Partnerunternehmen Innolite GmbH aus Aachen und Arburg GmbH aus Loßburg eine Live-Produktion von Kunststoffoptiken. Für die Messebesucher wird ein Demonstrator mit einer Arburg-Spritzgießmaschine gefertigt, der verschiedene optische Funktionen aufweist: Mikrostrukturen, die das Licht diffraktiv beeinflussen sowie eine Freiformlinse zur Projektion eines Logos. Neben den optischen Formeinsätzen, Komponenten und Werkzeugen, stellen die Aachener Ingenieure auf der Messe auch die Fertigung optischer und funktionaler Folien mittels Rolle-zu-Rolle-Verfahren vor.

Einen kleinen Ausblick bietet der Messestand in Friedrichshafen auch auf die gemeinsame Konferenz »Aachen Polymer Optics Days«, die am 21. und 22. April 2020 bereits zum vierten Mal stattfinden wird.