Führende Forschungseinrichtungen gründen EU-Kompetenzzentrum für Cyberphysische Produktionssysteme in Ungarn

Pressemitteilung / 1.9.2017

Die Industrie 4.0 kombiniert stärker denn je die Informations- und Kommunikationstechnologien mit der Produktion. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stärken ist deshalb auch das Ziel des EU-Forschungsprojekts »EPIC – Centre of Excellence in Production Informatics and Control«. Das Projekt soll vor allem die sogenannte cyber-physische Produktion stärken, indem es führende Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich und Ungarn vernetzt und Kooperationen fördert.

Die Partner im Projekt EPIC planen, ein Kompetenzzentrum als international führende Forschungseinrichtung in den Bereichen Produktionsinformatik, Management und Steuerung zu etablieren, das sich durch Exzellenz in Forschung, Entwicklung und Innovation auszeichnen soll.

Ziel ist es, die großen Herausforderungen zu bewältigen, die die neue technologische Vielfalt an Informations- und Kommunikationstechnologien für die Produktion mit sich bringt. Die Konzentration der multidisziplinären, zum Teil deckungsgleichen und zum Teil ergänzenden Kompetenzen der EPIC-Partner aus Ungarn, Deutschland und Österreich soll dabei helfen die Technologien der Industrie 4.0 und dort im Bereich der Cyberphysischen Produktionssysteme grundlegend zu erforschen, anwendungsnah weiterzuentwickeln und in funktionierende industrielle Anwendungen zu überführen.

Das EPIC-Konsortium besteht aus einer Kooperation des Instituts für Informatik und Steuerung der ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA SZTAKI), zwei Fakultäten der Budapester Universität für Technologie und Wirtschaft (BME) und vier Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Koordination übernimmt das ungarische Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsbüro NKFIH als zuständige Behörde für Forschung, Technik und Innovation.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT aus Aachen unterstützt das Projekt unter anderem bei der Auswahl und Ausgestaltung der Forschungsschwerpunkte im Verlauf des gesamten Projekts. Zu diesem Zweck entwickelt das Fraunhofer IPT eine Technologiestrategie, die die Nutzbarkeit der Forschungsergebnisse in der Industrie sicherstellt. Zudem erarbeiten die Aachener Forscher Rahmenbedingungen und Regeln für das Qualitäts-, Change- und Risikomanagement, die einen reibungslosen Ablauf in den Forschungsprojekten des Kompetenzzentrums gewährleisten sollen. Darüber hinaus unterstützt das Fraunhofer IPT mit seiner Expertise aus der langjährigen Zugehörigkeit zu verschiedensten Forschungsnetzwerken die Zusammenarbeit des Kompetenzzentrums mit der Industrie.

Die EU-Förderung aus dem Rahmenprogramm HORIZON 2020 für das EPIC-Center-of-Excellence beträgt rund 10,8 Mio. EUR. Das Gesamtbudget des Projekts beläuft sich auf rund 21,7 Mio. EUR bei einer Projektlaufzeit von sieben Jahren.

Partner im Projekt EPIC

  • National Research, Development and Innovation Office, NKFIH, Budapest/Ungarn
  • Institute for Computer Science and Control, Hungarian Academy of Sciences, SZTAKI, Budapest/Ungarn
  • Budapest University of Technology and Economics, Faculty of Mechanical Engineering und Faculty of Transportation Engineering and Vehicle Engineering, BME, Budapest/Ungarn
  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart
  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen
  • Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK, Berlin
  • Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien/Österreich