Internationale Kooperationen

Fraunhofer Center for Manufacturing Innovation CMI in Boston (USA)

Das Fraunhofer CMI arbeitet in verschiedenen Bereichen eng mit dem Fraunhofer IPT zusammen. Gemeinsam mit der Boston University erforscht und entwickelt das Fraunhofer CMI am Standort Boston/USA produktionstechnische Lösungen für ein weites Branchenspektrum – von der Biotechnologie und Biomedizintechnik über die Photonik bis hin zu den erneuerbaren Energien.

Ingenieure, Hochschulpartner und Studierende arbeiten am Fraunhofer CMI gemeinsam daran, die Ergebnisse der Grundlagenforschung in industrietaugliche Praxislösungen zu überführen, die von lokalen wie globalen Kunden und Projektpartnern genutzt werden. Im Mittelpunkt der Entwicklungsarbeiten stehen hochpräzise Automatisierungssyteme für Hightech-Anwendungen sowie medizintechnische Instrumente.

Durch die Partnerschaft können Fraunhofer IPT und CMI Kunden nicht nur produktionstechnische Forschungs- und Entwicklungsleistungen vor Ort anbieten, sondern gewährleisten auch einen nachhaltigen Technologietransfer zwischen der europäischen und der amerikanischen Industrie. Das Center steht in enger Zusammenarbeit mit der Boston University und befindet sich auf deren Campus in unmittelbarer Nachbarschaft des Manufacturing Engineering Departments. Breiten Raum nimmt ebenso die Ausbildung hochqualifizierter Ingenieure in einem internationalen Umfeld ein.

Powertrain Manufacturing for Heavy Vehicles Application Lab in Stockholm (Schweden)

Um sich Wettbewerbsfähigkeit bei der Fertigung von Antriebssträngen für LKW und Nutzfahrzeuge zu sichern, hat sich in Schweden im Jahr 2016 das »Powertrain Manufacturing for Heavy Vehicles Application Lab« zusammengeschlossen Mitbegründer der Einrichtung sind Fraunhofer IPT, IWU und ITWM, die Königlich-Technische Hochschule (KTH) in Stockholm, die Institute Swerea KIMAB und Swerea IVF, die dem Forschungsnetzwerk RISE – Research Institutes of Sweden angehören, die Technische Hochschule Chalmers sowie die Unternehmen Scania, Volvo Trucks und Sandvik Coromant. In den Projekten des Zentrums erarbeiten die Partner Technologien für die Serienfertigung von Komponenten für den Antriebsstrang von Nutzfahrzeugen und verbessern konventionelle Fertigungsverfahren.

Unter dem Namen »Swedish-German Testbed for Smart Production« startete das Konsortium am 26. April 2017 darüber hinaus eine weitere deutsch-schwedische Initiative zum Austausch über die konkrete Umsetzung von Industrie-4.0-Technologien. Anstoß für die Zusammenarbeit gab eine Diskussionsrunde während der Eröffnung des Technologieforums der deutsch-schwedischen Handelskammer und der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften (IVA) unter Beteiligung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des schwedischen Ministerpräsidenten Stefan Löfven. In der Erklärung beider Regierungen wurden vier Themenfelder hervorgehoben: Life Sciences, Produktion und Materialien, Mobilität sowie Energie und Umwelt. Die Testbeds sollen als Pilotlinien dienen, um neue smarte Produkte und Produktionssysteme zu erproben und ihre Vernetzung untereinander weiter zu entwickeln.

Centre for Embedded Bioanalytical Solutions in Dublin (Irland)

Am 9. Mai 2017 eröffnete die Fraunhofer-Gesellschaft ihr erstes »Fraunhofer Project Center« in Irland als Kooperation des Fraunhofer IPT und der Dublin City University (DCU). Das FPC@DCU setzt auf die Erfahrungen der beiden Partner in der Entwicklung mikrofluidischer Lab-on-a-Chip-Systeme, die beispielsweise für Anwendungen in der Medizin, Pharmazeutik, Produktion und Analytik zum Einsatz kommen können. Die Science Foundation Ireland und Fraunhofer unterstützen die Partnerschaft mit je 2,5 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren.

Während sich die irischen Partner der Dublin City University besonders mit dem Design und den technischen Spezifikationen, etwa für Anwendungen in der Medizin, der Umwelttechnik oder in der Lebensmittelindustrie auskennen, steuert das Fraunhofer IPT produktionstechnisches Know-how in der Herstellung funktionalisierter Kunststofffolien, komplexer Spritzgusskomponenten sowie integrierter Messtechnik und gedruckter Elektronik bei. Für das Fraunhofer IPT bedeutet die Kooperation auch, Zugang zu der in Irland stark vertretenen internationalen medizintechnischen Industrie zu erlangen; für die irischen Partner ist der Aufbau von Kontakten in das internationale Netzwerk der Fraunhofer-Gesellschaft ein großes Plus der Zusammenarbeit.

Center for Design and Production Engineering for Complex High-Tech Systems in Twente (Niederlande)

Am 23. Januar 2017 hat die Fraunhofer-Gesellschaft ihr erstes »Fraunhofer Project Center« (FPC) auf dem Campus der niederländischen Universität Twente eröffnet. Die neu gegründete Forschungseinrichtung ist eine Kooperation zwischen Fraunhofer IPT, der Universität Twente und der Saxion University of Applied Sciences in Enschede. Die drei Partner bündeln damit ihre Kompetenzen aus Forschung und Industrie grenzüberschreitend, mit dem Ziel, die Entwicklung komplexer und anspruchsvoller Technologien und Systeme für die Industrie 4.0 sowohl auf deutscher als auch auf niederländischer Seite zu beschleunigen.

Das Fraunhofer IPT trägt mit seiner langjährigen Expertise in der Entwicklung von Fertigungstechnologien und Maschinentechnik für die Industrie 4.0 nun auch in den Niederlanden dazu bei, dass die Forschungsergebnisse im FPC@UT direkt in marktfähige Produkte überführt werden können. Die Kooperation mit der Universität Twente und Saxion soll auf diese Weise die Wettbewerbsposition auf beiden Seiten stärken und eine marktorientierte Entwicklung der »Smart Industries« sowohl in Deutschland als auch in den Niederlanden weiter fördern.

 

Weitere Kooperationen mit internationalen Partnern und Netzwerken

  • Boston University, USA
  • Tsinghua Universität, VR China
  • ITTC, VR China
  • Laboratorio de Mecanica de Precisao, Brasilien
  • Fundação CERTI (Centros de Referência em Tecnologias Inovadoras), Brasilien
  • Centro de Competência em Manufatura, Instituto Tecnológico de Aeronáutica, Brasilien
  • Universiti Teknologi, Malaysia