Deep-Tech im Maschinenbau
Warum gelingt Deutschland der Sprung von Forschung zu wirtschaftlichem Mehrwert nur schleppend? In seiner Dissertation zeigt Tim Latz, wie erfolgreiche Innovationssysteme funktionieren, und entwickelt eine Methodik, die entscheidende Innovationsmechanismen aufzeigt, mit denen Deep-Tech-Start-ups gefördert, nachhaltig skaliert und Forschung messbar in wirtschaftlichen Mehrwert überführt werden können.
Methodik zur Förderung von Deep-Tech im Maschinenbau
Europa muss unabhängiger werden, Innovationen schneller zur Marktreife bringen und global skalieren. Genau hier liegt eine zentrale Herausforderung, die unbedingt adressiert werden muss.
Deutschland investiert rund drei Prozent seines Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung, ein internationaler Spitzenwert. Bei der Kommerzialisierung und Skalierung schneiden andere Länder, beispielsweise die USA, jedoch deutlich besser ab: mehr Patente, mehr Start-ups, mehr Unicorns.
Warum gelingt der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in wirtschaftliche Wertschöpfung hierzulande nur schleppend?
Tim Latz ist dieser Frage in seiner Dissertation nachgegangen. Er analysierte erfolgreiche Innovationssysteme und verglich sie mit bestehenden Unterstützungsstrukturen, um Mechanismen zu identifizieren, die für eine nachhaltige Deep-Tech-Landschaft entscheidend sind.
Praxisbeispiel: Die Gateway Factory
Ein solcher Mechanismus ist die Gateway Factory. Sie schafft Strukturen und Partnerschaften, die Deep-Tech-Start-ups beim internationalen Wachstum unterstützen.
In die Ausgestaltung und Umsetzung der Gateway Factory fließen sowohl die Erkenntnisse von Tim Latz‘ Dissertation als auch die Expertise des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT im Kontext Corporate/-Start-up Kooperationen ein, mit dem Ziel, den Deep-Tech-Transfer in Deutschland in Deutschland messbar zu beschleunigen.