Fraunhofer IPT erhält 2,5 Millionen Euro zum Aufbau eines Zentrums für Optikproduktion in Aachen

Pressemitteilung / 14.3.2017

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT erhält vom Ministerium für Innovation und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF) eine Förderung von knapp 2,5 Millionen Euro. Gefördert wird die Gründung eines Kompetenzzentrums für die Optikproduktion in Aachen, in dem Lösungen für eine vernetzte, adaptive Produktion optischer Technologien entwickelt werden.

© Foto MIWF

NRW-Forschungsministerin Svenja Schulze beglückwünscht Professor Robert Schmitt, Direktoriumsmitglied des Fraunhofer IPT und Lehrstuhlinhaber am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen, für den Erhalt von rund 2,5 Millionen Euro aus dem Förderprogramm NRW.Forschungsinfrastrukturen.

Durch die Förderung ermöglicht das MIWF dem Fraunhofer IPT über drei Jahre eine Infrastruktur aufzubauen, mit der sich einzelne Fertigungsprozesse und gesamte Prozessketten zur Herstellung optischer Komponenten und Systeme digital abbilden und miteinander vernetzen lassen. Ziel ist die deutlich effizientere und flexiblere Gestaltung anspruchsvoller Fertigungsprozesse optischer Systeme. Das stößt auch in der Industrie auf große Zustimmung: Vertreter der Optikindustrie sprechen dem Vorhaben eine hohe wirtschaftliche Relevanz zu.

Mit dem Aufbau der geplanten Infrastruktur will das Team um Reik Krappig, Geschäftsfeldleiter Optik am Fraunhofer IPT, den Grundstein für ein Optik-Kompetenzzentrum in Aachen legen. Das Kompetenzzentrum soll eine engere Zusammenarbeit von Forschung und Industrie ermöglichen, Kompetenzen bündeln und eine gemeinsame Basis für die Zukunft der Photonik am Standort Aachen schaffen.

Während des Aufbaus der Infrastruktur arbeitet das Fraunhofer IPT mit zunächst elf Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen zusammen. Vor allem Aachen ist stark vertreten: Mehr als die Hälfte der Partner sitzen in der Region. Neben international etablierten Unternehmen wie Hella KGaA Hueck & Co. und Limo – Lissotschenko Mikrooptik GmbH bindet das Fraunhofer IPT vor allem kleine und mittlere Unternehmen und Start-ups wie die Innolite GmbH und die Son-x GmbH ein. Das Konsortium ist dabei breit aufgestellt: Branchen von Automotive bis zur Medizintechnik sind vertreten. Für das geplante Kompetenzzentrum soll das Konsortium dann stetig vergrößert werden. Interessierte Unternehmen aus dem Bereich der Optikproduktion können sich beteiligen, um von der Infrastruktur zu profitieren, Ideen zu erproben und zu validieren und sich mit anderen Experten zu vernetzten.