Optatec 2020

Frankfurt am Main, Halle 3.1, Stand 504 / 12.5.2020 – 14.5.2020, 9.00 – 17.00 Uhr

© Fraunhofer IPT

Während der Optatec 2020 vom 12. bis zum 14. Mai zeigen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IPT neue technologische Lösungen für die optische Industrie. Die Besucher des Gemeinschaftsstands der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 3.1 des Frankfurter Messegeländes finden dort viele Entwicklungen für das Glaspressen und die optische Prüfung von Asphären.

Smart Optics Production – Intelligente Verfahren zur Glasumformung

Im Gegensatz zur herkömmlichen Bearbeitung durch Schleifen und Polieren ist die Glasumformung als replikatives Fertigungsverfahren besonders geeignet für die Herstellung optischer Komponenten mit komplexen Geometrien. Der Vorteil ist dabei die Skalierbarkeit der Produktion durch den Einsatz von Mehrfachwerkzeugen oder mit einem waferbasierten Fertigungsansatz. Das Forschungsteam des Fraunhofer IPT zeigt auf der Optatec 2020 die ganze Bandbreite der Glasumformung:

  • Um den Aufwand in der Produktentwicklung zu verringern, haben die Aachener Ingenieure ein Softwaretool mit einer benutzerfreundlichen Schnittstelle entwickelt, das die Vorhersage der geometrischen Abweichungen und optischen Veränderungen umgeformter Glaskomponenten mit einer Genauigkeit von bis zu 1 μm ermöglicht.
  • Das Beschichten von Werkzeugen zur Glasumformung verlängert die Standzeiten und erhöht damit die Wirtschaftlichkeit der Umformprozesse. Das Fraunhofer IPT verfügt über einen weltweit einzigartigen Prüfstand, mit dessen Hilfe sich neue Beschichtungen entwickeln und validieren lassen.
  • Mikrostrukturierte Optiken aus Glas ermöglichen die Strahlformung in Lasersystemen, eine Korrektur von Farbfehlern oder die Integration einer Antireflex-Funktion, um den Einsatz von Beschichtungen zu verringern. Die Herstellung durch Präzisionsblankpressen optimiert Produktionsprozesse, da die Optiken in einem einzelnen Umformschritt gefertigt werden.
  • Neben Technologien zum Präzisionsblankpressen zeigen die Aachener Ingenieure auch technologische Neuentwicklungen für die Massenfertigung von Komponenten, für die eine moderate Genauigkeit ausreichend ist.
© Fraunhofer IPT

Kombinierte Form- und Zentrierprüfung asphärischer Mikrooptiken mit optischer Kohärenztomographie

Das Fraunhofer IPT entwickelt neue Verfahren für die messtechnische Charakterisierung mikrooptischer Asphären, die mit konventioneller Messtechnik teilweise nicht zu messen sind. Wahrend der Optatec 2020 präsentieren die Ingenieure des Fraunhofer IPT ein Verfahren auf Basis der optischen Kohärenztomographie (OCT), mit dem Hersteller die Qualität asphärischer Mikrooptiken für Sensor und Imaging-Anwendungen effizient und kostengünstig prüfen und sicherstellen können.. Das Verfahren erlaubt es nicht nur, die Form einer Funktionsfläche zu messen, sondern es kann in nur einer Messung die Form beider Funktionsflächen sowie die Zentrierung der Flächen zueinander bestimmen. Eine derart umfassende Linsencharakterisierung gelingt mit keiner anderen optischen Messmethode. Ermöglicht wird dies durch ein tomographisches Messprinzip in Kombination mit einer innovativen Datennachverarbeitung.