Professor Fritz Klocke empfängt hohe Auszeichnung der Fraunhofer-Gesellschaft

Pressemitteilung / 6.11.2017

Während des Jahrestreffens ihrer Institutsleiterinnen und Institutsleiter hat die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V. Professor Fritz Klocke am 19. Oktober 2017 die Fraunhofer-Münze verliehen. Er erhielt das hochrangige Ehrenzeichen als Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Produktionstechnik in der Fraunhofer-Gesellschaft.

© Foto Piotr Banczerowski

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dr. h.c. Fritz Klocke (links) empfängt die Fraunhofer-Münze aus der Hand von Prof. Dr.-Ing. habil. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. mult. Dr. h.c. mult. Reimund Neugebauer.

Professor Reimund Neugebauer, Vorstand der Fraunhofer-Gesellschaft, hob in seiner Ansprache zur Verleihung der Fraunhofer-Münze besonders Klockes führende Rolle als Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT in Aachen und seinen Einsatz für den Fraunhofer-Verbund Produktion hervor, dessen Sprecher er von 2007 bis 2013 war. Auch sein außerordentliches Engagement bei der Gründung des Fraunhofer Center for Manufacturing Innovation CMI in Boston/USA, das den Grundstein für die weiterführenden Aktivitäten der Fraunhofer-Gesellschaft in den Vereinigten Staaten legte, würdigte Neugebauer in der Laudatio. Klocke war darüber hinaus auch maßgeblich beteiligt am Aufbau internationaler Fraunhofer-Kooperationen und europäischer Project Center mit Universitäten und Industriepartnern in Griechenland, Irland, den Niederlanden und Schweden.

Die Fraunhofer-Münze empfing der langjährige Leiter des Fraunhofer IPT und Inhaber des Lehrstuhls für Technologie der Fertigungsverfahren am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen nun als weitere Ehrung im Rahmen seiner Verabschiedung aus der Institutsleitung des Fraunhofer IPT: Zum Ende des Jahres übergibt er diese an seinen Nachfolger Professor Christian Brecher, der bereits seit dem 1. Januar 2004 den Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen am WZL innehat.

Erfahrener Ingenieur und ausgezeichneter Wissenschaftler

Fritz Klocke arbeitete nach seinem Studium der Fertigungstechnik zunächst am Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Oberingenieur an der TU Berlin. Nach der Promotion zum Dr.-Ing. im Jahr 1982 war Klocke mehrere Jahre in der Industrie tätig. Zum 1. Januar 1995 erfolgten die Berufung zum Universitätsprofessor an den Lehrstuhl für »Technologie der Fertigungsverfahren« an der RWTH Aachen sowie seine Ernennung zum Mitglied des Direktoriums am Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen und als Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnologie IPT.

Von 2001 bis 2002 war Klocke Dekan der Fakultät für Maschinenwesen der RWTH Aachen und von 2007 bis 2008 Präsident der Internationalen Akademie für Produktionstechnik (CIRP). Ende 2012 wurde er in das College of Fellows der Society of Manufacturing Engineers (SME) berufen, die ihm den Eli Whitney Productivity Award verlieh. Seit 2014 ist Klocke außerdem Fellow der RWTH Aachen.

Fraunhofer-Münze: Wichtiges Ehrenzeichen für herausragende Leistungen

Die Fraunhofer-Münze entstand durch König Ludwig den Ersten von Bayern, der nach dem Tod Joseph von Fraunhofers und Georg von Reichenbachs zu deren Gedenken eine Münze prägte. Sie ist neben der Otto-Kienzle-Gedenkmünze der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP) und Ehrendoktorwürden der Universitäten Hannover, Thessaloniki (Griechenland) und Tokio (Japan) eine weitere wichtige Anerkennung der Leistungen Fritz Klockes. Bereits im Jahr 2010 wurde ihm anlässlich seines 60. Geburtstages als Würdigung seines Engagements innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft die Fraunhofer-Medaille verliehen.