Funkenerosion, mehr als nur ein Blitz!

Wir machen Ihre Prozessentwicklung

Ihr Entwicklungspartner für Hochleistungsbauteile

Fachwissen, Präzision und Qualität aus einer Hand. Sprechen Sie uns gerne an!

Funkenerosion zur Bearbeitung hochfester Werkstoffe

Bauteile im Triebwerk- und Werkzeugbau sind extremen Kräften ausgesetzt. Ein entscheidendes Qualitätskriterium ist daher ihre Festigkeit, wodurch sie nur schwer bearbeitbar sind. Ein Verfahren, bei dem sich Material unabhängig von seiner Festigkeit abtragen lässt, ist die Funkenerosion. Durch die Drahtfunkenerosion und das funkenerosive Senken lassen sich Bauteilgeometrien hoch präzise und mit minimalen Innenradien fertigen. Die elektroerosive Verfahren der Funkenerosion (Electro Discharge Machining – EDM) ermöglichen es außerdem, Bauteile mit einer hohen Oberflächengüte und geringen Randzonenschädigungen herzustellen.

Das Fraunhofer IPT nutzt seine Erfahrungen und Erkenntnisse zu EDM-Verfahren, um neue Ansätze für unterschiedliche Anwendungen zu entwickeln mit dem Ziel die Randzonenschädigungen zu minimieren, die Bauteillebensdauer zu erhöhen und gleichzeitig kosteneffizient zu fertigen. In unserem hochmodernen Maschinenpark können wir Forschungsergebnisse in der Praxis testen und unser Prozessverständnis weiter vertiefen, um sie für die Branchen Werkzeug- und Formenbau, Triebwerksbau und in der Feinwerktechnik und Medizintechnik nutzbar zu machen.  

Unsere Leistungen

  • Benchmarking und Technologieoptimierungen
  • Fertigung von Kleinserien im Kundenauftrag
  • Implementierung in bestehende Prozessketten
  • Analyse und Minimierung der thermischen Schädigung von Randzonen

Anwendung des funkenerosiven Senkens

Schaufelzwischenräume in BLISKs

BLISKs (Blade Integrated Disks) bestehen meist aus Titan- und Nickelbasislegierungen und sind durch ihre komplex geformten Oberflächen und die beschränkte Zugänglichkeit in den Schaufelzwischenräumen schwer bearbeitbar. Mit dem funkenerosiven Senken lassen sie sich wirtschaftlich vorschruppen und endbearbeiten.

Dichtnuten in Turbinenschaufeln

Dichtnuten in Turbinenschaufeln können besonders wirtschaftlich mit dem funkenerosiven Senken bearbeitet werden.

Werkzeuge für den Kunststoffspritzguss

Beim Kunststoffspritzguss ist die Entformbarkeit des gespritzten Kunststoffbauteils entscheidend, damit es sich leicht und ohne Beschädigung aus der Form herauslösen lässt. Mit dem Verfahren der Funkenerosion lassen sich besonders feine Strukturen und hohe Aspektverhältnisse erzielen.

Anwendung der Drahtfunkenerosion

Filigrane Geometrien

Durch den nahezu kraftfreien Abtrag der Drahtfunkenerosion lassen sich filigrane Geometrien von unter 50 µm Reststärke sogar mit hohen Aspektverhältnissen wie stoffschlüssige, spielfreie Gelenke für hochgenaue Positionieraufgaben fertigen.

Tannenbaumprofile in Turbinenscheiben

Tannenbaumprofilnuten in Turbinenscheiben können mit der Drahtfunkenerosion flexibel und reproduzierbar und mit niedrigen Werkzeugkosten gefertigt werden. Das Fraunhofer IPT erforscht den thermischen Einfluss durch das Fertigungsverfahren.

Schneiden elektrisch leitfähiger Keramik

Hochfeste Keramiken werden in der Luftfahrt für Strukturbauteile genutzt. Erst durch das Einbringen von Karbidpartikel in die Keramik wird der Werkstoff elektrisch leitfähig und drahtfunkenerosiv bearbeitbar. Dies erforschen wir und überträgt es in die industrielle Anwendung.

Schneidstempel für Umformwerkzeuge

Komplexe Schneidstempel können meist nur durch die Drahtfunkenerosion konturgenau gefertigt werden. Das Fraunhofer IPT überträgt seine Erfahrungen und Erkenntnisse auf die Anwendung und nutzt sie für Prozessverbesserungen.