Messen und Prüfen

Individuelle Messungen und kompetente Beratung

Präzises Messen ist unverzichtbar zur Qualitätsprüfung ein- und ausgehender Produkte – sowohl bei Serienbauteilen als auch bei prototypischen Prüflingen aus der Entwicklung. Und auch zielgerichtete Analysen und Verbesserungsmaßnahmen des Produktionsprozesses erfordern immer wieder präzise Messergebnisse.

Ob eine Prüfaufgabe mit einem speziellen Messprinzip gelöst werden kann, hängt sehr von der Geometrie, den Materialeigenschaften sowie äußeren Randbedingungen ab, die eingehend analysiert werden müssen. Auch die Interpretation der gewonnenen Daten und ihre Auswertung bieten je nach Anwendungsfall unterschiedliche Herausforderungen. Im Rahmen unseres Forschungsauftrags für kleine und mittelständige Unternehmen geben wir Entscheidungsempfehlungen hinsichtlich der Messmittelauswahl für die Qualitätssicherung in der Produktion.

Außerdem führen wir individuelle Messungen inklusive Datenauswertung, Protokollierung und Machbarkeitsstudien durch. Das Fraunhofer IPT verfügt über zahlreiche Messgeräte zur Charakterisierung von Bauteilen aller Größenordnungen vom Meter- bis in den Nanometerbereich. Unsere Spezialität sind dabei die hochpräzise multisensorielle 3D-Geometrieerfassung, die submikrometergenaue Oberflächenerfassung, etwa zur Rauheitsanalyse, und die Optikprüfung.

 

Form- und Lagetoleranzen & 3D-Messtechnik

© Fraunhofer IPT

Bauteile mit Abmessungen bis in den Meterbereich lassen sich mit verschiedenen optischen und taktilen Formmessverfahren vollständig erfassen.

Wir nutzen dazu:

  • Multisensor-KMG mit hochauflösender Bildverarbeitung, messendem, taktilem Taster, berührungslosem konfokal-chromatischem Sensor, Mikro-Fasertaster für kleinste Kavitäten (Werth VideoCheck UA)
  • Koordinatenmessgerät Zeiss PRISMO inkl. Drehtisch zur Messung von schwer zugänglichen Bauteilen
  • Formtester zur Rundheitsmessung mit taktilem und faseroptischem Sensor (Mahr Formtester MMQ 400)
  • 3D-Erfassung von Linsen und Formeinsätzen (Mahr Aspheric LD260)
  • Digitalisierung kleiner und großer Objekte mit Streifenlichtprojektion (Steinbichler COMET 5 11Ma mit Rotationstisch). Messbereiche von 70 x 50 x 50 mm³ bis 900 x 600 x 600 mm³.

 

Mikrostrukturierte Oberflächen und Mikrobauteile

© Fraunhofer IPT

Flächige, optische Messverfahren machen Oberflächenstrukturen sichtbar, bei denen taktile Systeme an ihre Grenzen stoßen.

Wir nutzen dazu:

  • 3D-Nanomessmaschine mit Fokussensor und AFM-Messkopf (Sios NMM-1)
  • Weißlichtinterferometer mit diversen Vergrößerungen und Objektiven (Bruker NPFlex)
  • Punktueller chromatischer Sensor auf Messportal (FRT MicroProf)
  • Rasterelektronenmikroskop mit Software zur 3D-Oberflächenerfassung (Zeiss NEON ESB mit Alicona-MeX3D-Software)
  • Konfokalmikroskop Nanofocus µsurf custom
  • Fokusvariationssensoren Alicona IF-Sensor R25
  • Optische Kohärenztomographie OCT (Thorlabs Telesto und div. Eigenentwicklungen)

Messung optischer Bauteile

© Fraunhofer IPT

Die Charakterisierung optisch funktionaler Bauteile ist eine große Herausforderung für die Messgenauigkeit. Hier setzen wir vor allem auf interferometrische Verfahren.

Wir nutzen dazu:

  • 6“-Formprüfinterferometer (Zygo VeriFire AT+)
  • Mobiles Mikrointerferometer (FisBa µPhase DCI2 HR)
  • Wellenfrontmessgerät (Trioptics Wavemaster LAB)
  • Phasenmessende Deflektometrie zur Freiformflächenerfassung (3D-Shape SpecGage3D)
  • Tastschnittgerät (Taylor-Hobson GPI 1250)