Optische Folien als Meterware

Mikrooptiken von der Rolle können auf großer Fläche kostengünstig produziert werden

Mikrofluidik am laufenden Meter

Das Fraunhofer IPT arbeitet daran, Lab-on-a-Chip-Systeme auf Folie zu bringen – eine Produktionsalternative zu Spritzguss und Heißprägen für kostengünstige patientennahe Tests.

Mehr Flexibilität durch gedruckte Elektronik

Leiterbahnen aus dem Inkjet-Drucker in Kombination mit konventionellen SMD-Bauteilen bieten sich für immer kompaktere und leistungsfähigere Technik an.

Multifunktionale Folien für die
Mikrofluidik, Elektronik oder Optik

Leichtbau-Komponenten, mobile Endgeräte und Displays brauchen hochintegrierte, funktionale Elemente, um den immer kompakteren, flacheren und leistungsstärkeren Anforderungen der Technik gerecht zu werden. Folien mit einer Stärke von wenigen Zehntel Millimetern bieten optimale Voraussetzungen, um ein breites Spektrum an optoelektronischen oder mikrofluidischen Elementen abzubilden und konventionelle Komponenten zu ersetzen. Gedruckte Elektronik, optische Folien, Lab-on-a-Chip-Systeme und biomimetische Nanostrukturen können in kontinuierlichen Rolle-zu-Rolle-Prozessen gefertigt werden – skalierbar und kostengünstig dank digitaler Herstellungsverfahren.

Anwendungsfelder der multifunktionalen Folien

Mikrooptiken, großflächig produziert, können zur Kollimation des Lichts optischer Sensoren eingesetzt werden, Flächenlichtleiter entblenden oder definierte Laserstrahlcharakteristika erzeugen – all das in Gestalt optischer Folien. Ebenso sind gedruckte, flexible Leiterbahnen auf transparenten Folien oder - in Kombination mit konventionellen SMD-Bauteilen - einfache, flexible Schaltungen möglich. Außerdem können feinste Mikro- und Nanostrukturen mit hoher Präzision in große Flächen eingebracht werden – eine interessante Anwendung für die Medizin- und Biotechnik, aber auch, um holografische Sicherheitsmerkmale kostengünstig zu fertigen.

Von der Produktentwicklung bis hin zur Produktionssystementwicklung

Das Fraunhofer IPT unterstützt seine Entwicklungspartner aus Industrie und Forschung von der Machbarkeitsstudie über die Herstellung von Prototypen bis hin zur Erprobung in Kleinserie. Kleinserien können im nächsten Schritt durch unsere Kooperationspartner gefertigt werden. Als Institut für Produktionstechnologien bieten wir neben der Produktentwicklung auch die Entwicklung von Produktionssystemen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten gemeinsam mit FuE-Partnern sowohl kundenindividuelle Systemlösungen als auch Maschinen-Prototypen bis hin zur Inbetriebnahme und Prozessoptimierung.

Unsere Leistungen im Überblick

  • Optische Folien: großflächig aufgebrachte Mikrooptiken zur Kollimation oder definierten Ausrichtung von Licht
  • Folien mit mikrofluidischen Strukturen: Lab-on-a-Chip-Systeme
  • Gedruckte Elektronik: gedruckte, flexible Leiterbahnen und einfache, hybride Schaltungen
  • Mikro- und Nanostrukturierte Folien: Anwendungen in der Bio-, Medizin- und Sicherheitstechnik

Unsere Technologien für kundenindividuelle Prototypen und industrienahe Kleinserienfertigung

Rolle-zu-Rolle-
Prägeanlage

  • Folien bis zu 500 µm Stärke auf einer Breite von 500 mm.
  • Integrierte Corona-Einheit zur Modifikation der Oberflächenenergien.
  • Antragswerke für eine große Bandbreite an Beschichtungsmaterialien.
 

Rolle-zu-Rolle-
Entwicklungsprüfstand

  • Folien bis zu 250 µm Stärke auf einer Breite von 250 mm.
  • Kombination der Module ermöglicht produktspezifische Fertigungsfolgen.

 

 

Fertigung der
Prägewalzen

  • Prägezylinder werden als Prototypen am Institut gefertigt oder können über unsere Kooperationspartner bezogen werden.

Aktuelle Projekte

Hea2D

Um die 2D-Materialien ressourcen- und kosteneffizient auf eine Polymerfolie zu übertragen, entwickelt das IPT ein neues Rolle-zu-Rolle-Anlagenkonzept.

PoLaRoll

Seit Ende des letzten Jahres arbeitet das Fraunhofer IPT an der Prozessentwicklung für ein Modul zur direkten Laser-Mikrostrukturierung im Rolle-zu-Rolle-Verfahren.

FlexPol

Antimikrobielle Folien kostengünstig im Rolle-zu-Rolle Verfahren zu produzieren, ist Ziel des internationalen Konsortiums im EU-Projekt »FlexPol«.