Forschungsprojekt »FOR860«

Handhabung von Faserverbundhalbzeugen

Projektlaufzeit: 2007 bis 2012

Faserverbundkunststoffe (FVK) gewinnen aufgrund ihrer exzellenten Eigenschaften wie der hohen spezifischen Festigkeit und Steifigkeit sowie einer guten chemischen Beständigkeit immer stärker an Bedeutung für die Konstruktion. Der Einsatz in der Großserienproduktion erfordert zusätzlich zum automatisierten Herstellungsprozess jedoch auch eine automatisierte Handhabung.

Abgesehen von Sonderlösungen für Spezialbereiche wird die Handhabung bei der Fertigung von endlosfaserverstärkten Bauteilen heute vorwiegend noch manuell durchgeführt. Als verbindendes Element der Herstellungsprozesskette bildet die reproduzierbare und schadensfreie Handhabung textiler Halbzeuge den Schlüssel für eine großserientaugliche Fertigung. Durch die besonderen Eigenschaften von textilen Halbzeugen, wie die Biegbarkeit und Verzerrbarkeit, können die auf dem Markt verfügbaren, rein deterministischen Handhabungsmethoden nicht oder nur mit Einschränkungen genutzt werden.

In der DFG-geförderten Forschergruppe 860 (Förderkennzeichen: BR2905/25-2) erforscht das Fraunhofer IPT deshalb Handhabungsmethoden und Kinematiken, die eine schädigungsfreie Handhabung luftdurchlässiger, imprägnierter und ausgehärteter Halbzeugen erlaubt.

Beiteiligte Forschungseinrichtungen

  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
  • Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen
  • Institut für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen