Das Getriebe

Das Flugzeugtriebwerk

Die einzelnen Komponenten und unsere fachspezifische Expertise

Mit der Einführung des sogenannten Getriebefans (GTF) gelang ein großer Entwicklungssprung in der Triebwerksforschung. Getriebefans reduzieren den Brennstoffverbrauch deutlich – aus mehreren Gründen: Aus aerodynamischer Sicht wäre es theoretisch ideal, wenn die Rotoren eines Verdichters mit individuell optimierten Drehzahlen rotieren. Hierfür benötigt jeder Rotor allerdings eine separate Welle. Technisch kann ein solcher Ansatz nicht umgesetzt werden. Daraus hat sich die sogenannte Zwei- bzw. Dreiwellenkonfiguration als einen technischen Kompromiss ergeben. Denn ein Getriebe zwischen Niederdruckverdichter und Fan-Rotor einzubauen, galt lange als zu aufwendig, unzuverlässig und kostspielig. Vor einigen Jahren stellte dann der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney mit der »PW1000G« Reihe den ersten funktionstüchtigen Getriebefan für den Mittel- und Kurzstreckenbereich vor. Weitere Hersteller werden aller Voraussicht nach die neue Getriebetechnologie in Zukunft einsetzen.

Was bietet das Fraunhofer IPT?

In »CompactGears4Turbo« soll eine innovative Prozesskette zur Herstellung von kompakten und leichten Zahnrädern für Luftfahrtgetriebe auf Basis des 5-Achsfräsens und -schleifens entwickelt werden. Durch das erprobte 5-Achsfräsen können wir Ein- und Auslaufzonen auf ein Minimum reduzieren. Hierdurch können die Zahnräder des Planetenradgetriebes wesentlich kompakter und leichter hergestellt werden. Vorstudien zeigen, dass eine Nutbreitenreduktion von 80 Prozent sowie eine Gewichtseinsparung von 20 Prozent möglich ist.