Digitalisierung

Datenschutz und Datenverarbeitung

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Sascha Gierlings stellt auf der CeMat (Centrum für Materialflusstechnik) in Hannover die Smart Glasses vor. Die Brille ermöglicht das Analysieren eines Bauteils auf mögliche Fertigungsfehler und Defekte.

Die vierte industriellen Revolution  

Die deutsche Industrie und Wirtschaft spricht von der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0), die große Herausforderungen und neue Denkweisen mit sich bringt. Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung und steigender Menge und Geschwindigkeit der Datenübertragung eröffnen sich speziell im Bereich der Produktionstechnik viele neue Möglichkeiten der Effizienzsteigerung. Durch den kontinuierlichen Austausch von Informationen zwischen Maschinen, Anlagen, Menschen und dem eigentlichen Produkt können in Echtzeit Maßnahmen zur Prozessstabilisierung vorgenommen werden. Man spricht in diesem Zusammenhang von »Smart Factories«. Von entscheidender Bedeutung ist hierfür die korrekte und zielgerichtete Interpretation der großen Menge an Informationen (»Big Data«).

Industrie 4.0 in der Turbomaschinenfertigung

In Bereich der Turbomaschinenfertigung forschen wir spezifisch an verschiedenen Lösungsansätzen um auf dieser Grundlage Applikationen für reale Produktionsprozesse zu entwickeln. Beispielsweise können durch eine Vibrations- und Geräuschmessung während der Fräsbearbeitung einer Blisk Rückschlüsse auf die Qualität der Bearbeiteten Scfhaufelfläche gezogen werden. Im Idealfall können so in Echtzeit Fertigungsfehler gemindert oder ihnen vorgebeugt werden.

Der digitale Zwilling für Triebwerkskomponenten

Die erfassten Daten können dann als Basis für die Erstellung eines virtuellen Abbilds einer Triebwerkskomponente dienen. Dieses Konzept bezeichnet man als »Digitaler Zwilling«.

Alle Produktions- und Sensordaten werden hier individuell für jedes Produkt im Digitalen Zwilling gespeichert, der dadurch eine vollständige Produktionshistorie einschließlich der Projekt- und Auftragsdaten enthält. Dieser kann durch Identifikationssysteme dem individuellen Bauteil zugeordnet werden und steht so für jeden weiteren Prozessschritt zur Verfügung. Die erweiterten Produktdatenmodelle stellen relevante Daten der Fertigungshistorie kontextbasiert für Analysen bereit und beschleunigen so die Prozessentwicklung und -optimierung in der Einzel- und Serienfertigung. Letztlich kann damit auch während des realen Betriebs und bei möglichen Wartungsarbeiten einer Triebwerkskomponente anhand der im virtuellen Modell gespeicherten Daten der gegenwärtige Status der Komponente erfasst werden.

Was bietet das Fraunhofer IPT?

Das Fraunhofer IPT ist im Kontext von Industrie 4.0 der ideale Ansprechpartner. Auf mehreren Ebenen forschen wir an der Datengewinnung während des Fertigungsprozesses über spezielle Sensoren sowie an der Weiterverarbeitung der Daten über analytische Modelle.