Beschichtungstechnologie
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie
Beschichtete Zerspan- und Umformwerkzeuge kommen nur eingeschränkt in anspruchsvollen Anwendungen zum Einsatz, weil die Schichteigenschaften großer Streuung unterliegen. Daher lassen sich keine sicheren Aussagen über Standzeit- und Produktivitätserhöhung treffen. Die Herausforderung ist, ohne aufwändige und kostenintensive Praxistests zu gewährleisten, dass neu entwickelte Beschichtungen zuverlässig in der Produktion eingesetzt werden können.
Themen in der Abteilung
Beschichtungen für Werkzeuge zum Präzisionsblankpressen von Glas
Das Präzisionsblankpressen von Glas ist die aussichtsreichste Technologie für die Produktion komplexer optischer Komponenten mit Freiformflächen oder Mikrodimensionen. In dieser Technologie werden Glasrohlinge mit ultrapräzise bearbeiteten Werkzeugen in einem Schritt zu fertigen, nachbearbeitungsfreien optischen Komponenten umgeformt. Um die Standzeit der teuren Formwerkzeuge zu erhöhen, müssen auf deren optischen Oberflächen Schutzschichten aufgetragen werden. Im Fraunhofer PCCM entwickelt das Fraunhofer IPT mit Unterstützung des Centre for Research & Technology Hellas CERTH in Thessaloniki, Griechenland, Beschichtungen speziell für solche Formwerkzeuge.
Beschichtungen für Werkzeuge zur Hochleistungszerspanung von Luftfahrtmaterialien
Die Blisk-Fertigung für den Triebwerk- und Turbinenbau ist ein hochaktuelles Thema, das am Fraunhofer IPT untersucht wird. Durch Verwendung von modernen Hochleistungsmaterialien und Bearbeitungsstrategien können die Drehzahl und die Einsatztemperatur der Turbinenkomponenten erhöht werden, was ihre Energieeffizienz deutlich verbessert. Bei der Bearbeitung kommen jedoch hauptsächlich unbeschichtete Zerspanwerkzeuge aus Hartmetall zum Einsatz, denn sie weisen eine vorhersagbare Verschleißcharakteristik und Standzeit auf. Beschichtete Werkzeuge zeigen oft große Varianzen in diesen kritischen Bereichen und werden deshalb in der Praxis nicht eingesetzt.



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